30.06.2009
Zu Besuch im „Garnelenhaus“
AquaNet besucht die Logemänner
Edwin Reitz
Nach Monaten der Vorarbeit ist es der Redaktion von AquaNet endlich gelungen, eine Einladung ins Garnelenhaus nach Hamburg zu bekommen. Im Garnelenhaus wohnen und leben nicht nur Garnelen, wie der Name vermuten lässt, sondern auch die Brüder Carsten und Frank Logemann, die Inhaber. Für Insider der Wirbellosenszene sind die Logemänner seit langem bekannt als engagierte Züchter, Buchautoren und als ein Motor der Szene.
Aber der Reihe nach. In einer ruhigen Wohnstraße des beschaulichen Hamburger Vorortes Oststeinbek deutet nichts auf einen Zuchtbetrieb mit internationalem Rang hin. Erst nach der Einfahrt auf das Grundstück sieht man durch ein Bürofenster einige beleuchtete Aquarien. Hier waren wir richtig.
 | | Ein Teil der Zuchtanlage im Garnelenhaus | |
 | | Ein Aquarium mit Crystal Red Garnelen | |
 | | Ein blick auf die kleine Zuchtanlage | |
Unsere Ankunft blieb nicht unbemerkt und wir wurden sofort freundlich von Carsten und Frank begrüßt. Das Wetter dieses Junitages war recht angenehm und so plauderten wir erst einmal im Garten allgemein über Wirbellose und über das Garnelenhaus im Besonderen.
Danach durften wir ins Allerheiligste, in die Zuchträume der Brüder. Alle Becken waren sauber und ordentlich und viele waren auch wie Schauaquarien eingerichtet. Eindeutig, hier sind engagierte Aquarianer mit Herzblut bei der Sache.
Die Zuchtanlage von Carsten und Frank ist organisch gewachsen. Neben Aquarienkombinationen haben sie unterschiedliche Anlagen aufgebaut. Für die Wasserpflege werden hauptsächlich luftbetriebene Bodenfilter eingesetzt. Die sind gerade für die Garnelenzüchterei ideal, können doch so keine Garnelenlarven angesaugt werden.
 | | Alle Zuchtbecken sind bepflanzt | |
 | | Moos auf Holz sieht immer wieder gut aus und wird von Garnelen gerne angenommen | |
 | | Verschiedene Garnelen am Futter | |
Außerdem ist die Filterung größerer Anlagen mit motorbetriebenen Filtersystemen zu unwirtschaftlich und zu teuer. Dennoch werden wenige stark besetzte Becken noch zusätzlich mit Außenfiltern gereinigt. Die Ansaugrohre sind mit Schaumstoffschwämmen gegen das Ansaugen von Garnelen gesichert.
Der einzig echte Kritikpunkt an der Anlage ist die recht niedrige Höhe der Kellerräume. Besonders beim Durchschreiten der Türen sollte man hier einen Bückling machen. Carsten und Frank sind das gewöhnt, mein Kollege Mura hatte aufgrund seiner Geometrie auch keine Probleme, aber meine eins neunzig sollten später, beim Filmen, noch für einige Beulen sorgen. Doch das ist aquaristisch nicht relevant.