Nahezu jeder Aquarianer kennt das Gefühl, wenn man nach monatelangem Überlegen und sich-informieren mit der großen Kiste zur Tür herein kommt und gerade das erste Aquarium gekauft hat. Eine gewisse Befriedigung liegt in der Luft, aber auch Neugier und Spannung, ob man mit den Geräten, die im Zoohandel so einfach schienen, auch zu Hause klar kommt.
Mit etwas Glück stellt der zukünftige Aquarianer fest, dass ihm etwas fehlt, macht sich auf den Weg und kauft es. In den unglücklicheren Fällen werden dann Leute aus dem Umfeld beschuldigt: „Du hättest ja auch mal was sagen können“. Es gibt böses Blut und das neue Hobby beginnt unter einem unglücklichen Stern.
Zu den Dingen, die man sich direkt mit dem Aquarium besorgen sollte, gehören:
Styroporplatten
Eine oder mehrere Platten aus Styropor sind am Anfang sehr nützlich. Das Glasbecken ist hart, aber empfindlich. Wenn man es auf harte Böden stellt, gibt es Kratzer, entweder am Aquarium oder im Boden. Da ist es einfacher, man bugsiert das eher unhandliche Teil auf eine ausreichend große Styroporplatte und lässt es erst einmal dort stehen.
Zoohändler verkaufen gerne flexible Unterlagen aus dunklem Schaumstoff. Sie sehen schick aus, haben aber ein paar Nachteile: Der Schaumstoff verliert mit den Jahren immer mehr Luft, die Federungs- und Ausgleichsfunktion der Matte geht verloren. Ein weiterer Nachteil ist ihre Nachgiebigkeit: sie guckt garantiert an einer unschönen Ecke unter dem Aquarium heraus und lässt sich selbst mit dem schärfsten Messer nicht abschneiden.
Styropor hält auch Jahre seine Form und ist mit den bekannten Klingen billiger Teppichmesser gut zu schneiden. Außerdem ist es meist viel billiger, so günstig, dass es sich lohnt, die Rückseite des Aquariums ebenfalls damit zu isolieren. Einfach eine Platte zwischen Becken und Wand geklemmt und der Heizer wird weniger Strom brauchen.
 | | Setzt man sein Aquarium auf Styropor und isoliert damit auch die Rückwand, ist wenig Ärger zu erwarten | |
 | | Eine einfarbige Rückwand aus Tonpapier wirkt auf Mensch und Fisch beruhigend |
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Die Rückwand
Entscheidet man sich nicht für eine aufwändige dreidimensionale Rückwand oder eine bedruckte Rückwandfolie, oder man greift zur Selbstbaulösung. Auch hier ist die Selbstbaulösung die kostengünstigste und vermutlich auch die langlebigste Variante. Je nach Aquariengröße werden ein oder mehrere Bögen aus farbigem Tonpapier mit Klebeband dahinter befestigt.
Ebenfalls machbar, aber aufwändiger ist es, die Rückseite des Beckens mit Lack- oder Latexfarbe zu streichen oder eine selbstklebende Folie aufzubringen. Wenn man es kann, geht es schnell und einfach, wenn nicht, ärgert man sich schwarz.
Hat man das Aquarium dann an Ort und Stelle stehen, ist ein Gewebe-Klebeband recht nützlich. Ein solches Klebeband ist nicht zwingend notwendig, zumal es recht teuer ist. Es ist aber recht nützlich, wenn man es vor die Styroporplatte klebt und so auch als Kiesblende verwenden kann.
Schaltbare Mehrfachsteckdose
Für die weitere Installation ist eine Mehrfachsteckdose sehr sinnvoll. Es gibt sie von einfachen Modellen aus den „Billiger-geht’s-nicht“-Märkten bis hin zu aufwändigen Geräten mit mehreren integrierten Schaltuhren, die mehr kosten als der Rest des Aquariums. Sinnvoll ist eine Steckdose, die man ein- und ausschalten kann und deren Schalter in beiden Zuständen mit einem hörbaren „Klick“ einrastet.
Die Steckleiste sollte mindestens drei, besser mehr Anschlüsse haben, je einen für Filter, Heizung und Beleuchtung. Unter Umständen kommen noch so Dinge wie Strömungspumpe, Luftpumpe oder CO2-Anlage hinzu, also sollte man lieber eine Leiste mit fünf oder sechs Anschlüssen vorsehen.
Sinnvoll ist auch, die Stecker der einzelnen Geräte zu beschriften, so dass man im Unterschrank auch sicher genau das Gerät vom Netz nehmen kann, das man möchte.
 | | Eine Mehrfachdose tut Not. Sinnvoll ist eine schaltbare, denn damit hat man das Aquarium zum Arbeiten schnell vom Strom getrennt. Auch solche Veteranen tun ihren Dienst. |
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 | | Fische und Pflanzen lieben es, morgens immer um die selbe Zeit aufzustehen und Abends zur selben Zeit ins Bett zu gehen. Eine Zeitschaltuhr ist dafür sehr sinnvoll. |
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Zeitschaltuhr
Pflanzen und Fische mögen es, jeden Morgen zur selben Zeit „geweckt“ zu werden und auch abends zur selben Zeit schlafen zu „gehen“. Hierfür ist eine Zeitschaltuhr, die das Licht steuert, sehr sinnvoll. Mit ihr lässt sich auch die oft zitierte Mittagspause, in der das Licht ausgeschaltet wird, präzise steuern. Für sechs bis acht Euro bekommt man einfache, mechanische Zeitschaltuhren, die robust funktionieren und gut zu verstehen sind. Komplexere Modelle haben Stützbatterien, so dass sie bei Stromausfall weiter laufen.