Die Strömung, die den Standort umspült, sollte schwach und keinesfalls so stark sein, dass sich die Ränder nach innen wölben. Bei zu starkem Lichteinfluss verkümmert nach meinen Beobachtungen das Elefantenohr, weshalb bei der Beleuchtung mit HQI-Lampen stets der Seitenbereich des Lichtkegels als Platz zu bevorzugen ist. Bei der Verwendung von Leuchtstoffröhren gedeihen Elefantenohren gut. Fosså & Nilsen (1995) empfehlen eine starke Beleuchtung. Eine Fütterung ist bei dieser Art vorteilhaft. So bietet sich Kleinfutter in Form von Mysis, Artemien, Krill und anderes Frostfutter an. Es werden Futterstücke bis zur Größe von Muschelfleisch- und Fischstücken verzehrt. Immer wieder gibt es Berichte, die beschreiben, dass Elefantenohren Fische fressen. Ein Verhalten, das ich bis heute nicht beobachten konnte, was allerdings nicht gleichbedeutend zu verstehen ist, dass es nicht vorkommt.
Röhrl (2004) hat durch eine Bilderserie dokumentiert, dass sein Elefantenohr Fische gefressen hat. Meiner Auffassung nach, ist es oft so, dass solche Fische gesundheitlich nicht einwandfrei sind oder das Elefantenohr nicht ausreichend gefüttert wurde (Röhrl 2004). Neben tierischer Kost wird zusätzlich ein Teil des Futterbedarfs auch über die Photosynthese der endosymbiotisch lebenden Zooxanthellen gedeckt. Eine gemeinsame Pflege mit anderen Korallen bereitet nach meinen Beobachtungen keine Probleme. Die Vermehrung im Aquarium erfolgt asexuell durch Abschnüren eines Fußteils. Eine andere Möglichkeit ist die Längsteilung. Das Elefantenohr teilt sich dabei durch die Mundscheibe in zwei Hälften identischer Größe.
Literatur:
Fosså, S. A. & Nilsen, A. J. 1995. Korallenriff-Aquarium Band 4. BSV-Verlag. Bornheim, 448 S.
Röhrl, S. (2004): Nicht ohne Risiko – die Pflege des Elefantenohrs Amplexidiscus fenestrafer. Der Meerwasser-Aquarianer 8(2), 26-29