Zu Pegasus volitans lässt sich bisher kein deutscher Name vergeben. Die Familie Pegasidae ließe sich nach Schmettkamp (1985) als Flügelrossfische übersetzen. Der Artname volitans würde als fliegend oder flatternd übersetzt werden. Demnach würde es sich um den Flatternden Flügelrossfisch handeln, was zugegebenermaßen eine unglückliche Übersetzung darstellen würde, da sie „doppelt gemoppelt“ wäre.
Nach Palsson & Pietsch (1989) wird die Familie Pegasidae in die Ordnung Gasterosteiformes (Stichlingsfische) gestellt. Eine nicht ganz unumstrittene Maßnahme, da einige andere Taxonomen die Familie in die Ordnung Pegasiformes stellen.
Derzeit werden fünf Arten dieser kurios aussehenden Fische in zwei Gattungen gestellt, die als Eurypegasus und Pegasus dem einen oder anderen Meerwasseraquarianer bekannt sein dürften.
Bei den Arten aus der Familie Pegasidae handelt es sich durchweg um bodenbewohnende Fische.
Pegasus volitans bevorzugt den schlammigen und sandigen Untergrund. Verbreitet ist die Art von Ostafrika bis zu den Philippinen.
Es gibt nur wenige Informationen zur Biologie als auch zur Aquarienpflege dieser Art. Nach Fossa & Nilsen (1993) besteht die Nahrung aus Krebsartigen und Würmern. Die beiden Autoren beschreiben die Arten aus der Familie Pegasidae als durchaus gute Aquarientiere, da ihre Größe mit maximal 13 cm ideal wären.
Meine Erfahrungen zu Pegasus volitans, der eine Totallänge von etwa 11,5 cm erreichen kann, sind so, dass die Art auf jeden Fall in einem eigenen Aquarium zu pflegen ist. Vergesellschaftet mit anderen langsamen Fressern, wie Seepferdchen, Seenadeln oder Arten aus der Familie Callionymidae, geben diesen Fische eine Chance zum längerfristigen Überleben im Aquarium.
Mein Exemplar nahm bereitwillig Mysis und Artemien geeigneter Größe zu sich. Leider verstarb das Tier aufgrund seiner Verletzungen, die es durch den Export erlangt hatte. Die Verletzungen hatten sich entzündet und ein weißer Belag war die Folge.
Da auch sonst Angaben anderer Autoren zur Pflege dieser Art im Aquarium nicht publiziert sind, können letzten Endes zur Pflege und Eignung für ein Aquarium keine zuverlässigen Angaben gemacht werden.
Literatur:
Schmettkamp, W. (1985): Die Namen unserer Aquarienfische. Landbuch Verlag, Hannover. 208 S.
Fossa, S. A. & Nilsen, A. J. (1993): Korallenriff-Aquarium Band 3. Birgit Schmettkamp Verlag, Bornheim. 334 S.
Palsson, W. A. & Pietsch, T. W. (1989): Revision oft he Acanthopterygian Fish Family Pegasidae (Order Gasterosteiformes). Indo Pacific Fishes, Hawaii. 38 S.