Das herausragende Kennzeichen dieses Lippfisches ist neben der roten Vorderhälfte der ovale Fleck an der Schwanzflossenwurzel. Allerdings differieren die Tiere - vor allem die Männchen - recht stark in der Individualfärbung.
Einen schönen Bericht von J. Firsche & P. Müller könnt ihr hier nachlesen.
Wie viele Lippfische auch, bildet der Zooplanktofresser Cirrhilabrus exquisitus einen Harem, in dem einem Männchen mehrere in Rangfolge gestaffelte Weibchen untergeordnet sind. Diese Art scheint zum Geschlechtswechsel befähigt.
Nach unseren' Erfahrungen ist Cirrhilabrus exquisitus einer jener Lippfische, die "Ruhe" im Aquarium lieben. Tiere deren Aktivität übermäßig hoch ist verleiten C. exquisitus dazu, einen recht versteckten Lebenswandel zwischen dem Dekorationsmaterial zu führen. Nur ab und zu läßt sich der Fisch im Freiraum blicken, um dann sofort wieder zwischen der Dekoration zu verschwinden.
Die Akklimatisierungsphase ist schwieriger als bei anderen Lippfischen. Sie gehen recht schnell an Ersatzfutter, wie Rote Mückenlarven, Artemien und Mysis. Im allgemeinen gehören Lippfische zu jenen Individuen, die sich nachts ein "Schlafgemach" im Bodengrund oder in der Dekoration errichten. Ein derartiges Verhalten konnten wir bei Cirrhilabrus exquisitus jedoch nicht beobachten.
Zusammenfassend ist zu sagen, daß Cirrhilabrus exquisitus zu jenen Lippfischen gehört, deren Gemüt eher friedlich und ruhig einzuschätzen ist, im Gegensatz zu vielen anderen Artverwandten. Ist der Fischbesatz richtig gewählt, ist dieser Lippfisch ein dankbarer Pflegling der ruhig öfter im Handel zu "erspähen" sein könnte.
Empfindlich allerdings ist er für schlechte Wasserverhältnisse. Berücksichtigt man Fischgesellschaft und Wasserqualität, so ist Cirrhilabrus exquisitus ein idealer Pflegling für Riffaquarien mit Wirbellosen.