Die hier angegebene Familie (nach Erhardt & Knop 2005) wird nicht überall so geführt. Fosså & Nilsen (1995) führen die Gattung Ricordea in der Famlie Ricordeidae; die ITIS (http://www.itis.gov/servlet/SingleRpt/SingleRpt?search_topic=TSN&search_value=52483) nennt die Gattung Ricordea in der Familie Corallimorphidae. Man sieht: wie bei vielen anderen Korallen auch ist die Taxonomie verwirrend und nicht einheitlich.
Ricordae florida liebt durchaus etwas stärkere Strömung, die allerdings nicht aus einem direkten Pumpenstrahl entstehen darf, sondern zuvor von einem Gegenstand abgelenkt wurde. - Sie gedeihen bei der Verwendung von HQI-Strahlern und der Platzierung im direkten Lichtkegel ausgezeichnet. Leuchtstoffröhren führen oft dazu, dass die irisierenden Farben verschwinden und einem einheitlichen Braun weichen.Von einer aktiven Futteraufnahme ist berichtet. Es werden Nahrungsbrocken bis zur Größe einer Mysis gefangen und verdaut. Überwiegend aber wird der Nahrungsbedarf mithilfe der im Gewebe eingelagerten Zooxanthellen und ihren Photosyntheseprodukten gedeckt. Im Wasser gelöste Nährsalze verhindern Defizite bestimmter Mineralien. Mit Nitrat belastetes Wasser in Konzentrationen von bis zu 20 mg/l sind dem Wachstum der Kolonie förderlich. Das Raumangebot dieser Korallen ist hoch und direkte Kontakte mit anderen Blumentieren sind zu vermeiden. Der mitunter rasche Wuchs hemmt das Wachstum anderer Korallen.
Um diese Scheibenanemonen zu vermehren, muss sich der Aquarianer zunächst gedulden, da er aktiv keinen Einfluss auf die Vermehrung vornehmen kann. Diese erfolgt asexuell durch Abschnüren eines vorgestülpten Fußteils. Bei guter Beleuchtung wachsen viele Arten dieser Gattung so rasch, dass sie zur Plage werden können. Selbst das rigorose Herausreißen bringt nicht immer den gewünschten Erfolg, da bereits aus Resten neue Tiere entstehen können. Bei Lichtmangel und zu starker Strömung werden die Arten der Gattung Ricordea immer kleiner, bis sie sich vom Substrat lösen und woanders ansiedeln.
Erhardt, H. & Knop, D. (2005): Korallen-Führer Indopazifik. Kosmos, Stuttgart. 306 S. Fosså, S.A. & Nilsen, A.J.(1995): Korallenriff-Aquarium Band 4. BSV-Verlag Bornheim, 448 S. Frische, J. (2007): Elefantenohren im Aquarium. VDA-aktuell 3-2007, 30-33