Procambarus vasquezae lässt sich mit
einer Endgröße von unter 10 cm sehr gut in Aquarien ab 80 l halten. Er
stammt ursprünglich aus Nordamerika wo er in Mexiko vorkommt.
Das Aquarium für ein Pärchen sollte mit vielen Versteckmöglichkeiten ausgestattet sein.
Die Verstecke müssen, wie in fast jedem Krebsaquarium, gegen Einstürze gesichert sein, falls die Krebse diese untergraben.
An die Wasserwerte stellen diese Krebse keine großen Anforderungen,
wichtig ist sauerstoffreiches, sauberes Wasser, aber man kann sie in
hartem oder weichen Wasser gleichermaßen pflegen.
Die Einrichtung kann aus Pflanzen bestehen, da diese meistens nicht beschädigt werden.
Ernährt
man die Krebse mit viel Gemüse werden Pflanzen häufig gar nicht beschädigt.
Die Nahrung sollte außerdem aus Frost- und Trockenfutter bestehen. Zusätzlich kann Gemüse und sogar Nudeln gereicht werden.
Die Zucht ist bei einer Wassertemperatur von 25°C möglich. Die
Männchen werden etwas kräftiger und grösser, die Scheren sind
wuchtiger. Die Weibchen haben beim 3. Beinpaar ovale Öffnungen, das
Männchen hat am 5. Beinpaar einen Dorn. Nach der Paarung tragen die
Weibchen 6 Wochen lang 60-70 Eier unter ihrem Schwanz. Nach dem
Schlüpfen werden die Larven noch ca. 2 Wochen vom Weibchen beschützt,
bis sie sie sich selbst überlässt.
Ein Pärchen dieser Krebstart kann sich durchaus 3-4-mal im Jahr vermehren.
P. vasquezae sind nicht sehr friedlich, weshalb man ihn auch
besser in einem Artaquarium halten sollte. Zugesetzte Fische sollten
nicht zu lange Flossen besitzen oder sehr empfindlich sein, wenn der
Krebs doch mal nach ihnen greift. Kleine flinke Fische und Garnelen
oder robuste Tiere
werden in der Regel in Frieden gelassen.
Auf keinen Fall darf man Procambarus mit australischen Krebsen
vergesellschaften. Nordamerikanische krebse können einen Virus in sich
tragen, der bei ihnen jedoch nicht ausbricht. Australische Krebse
erkranken dagegen IMMER an diesem Virus und gehen jämmerlich ein.