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Chaetodon adiergastos - SEALE, 1910

Foto: Joachim Frische

Beschreibung und weitere Informationen

Nach Angaben von KUITER & DEBELIUS (2003) rottet sich Chaetodon adiergastos gelegentlich zu kleinen Schulen zusammen, die sich vor den Riffen versammeln. Vorrangig jedoch leben die Tiere zwischen Korallen als Paare. Der Taucher findet die Tiere bis in Tiefen von 40 Metern.

Verwechslungsmöglichkeiten mit anderen Falterfischen sind nicht gegeben. Ähnliche Farbaufteilung zeigen Chaetodon melanotus und Chaetodon ocellicaudus.

Nach ALLEN et al. (1998) ernährt sich dieser Falterfisch von Korallen und kleinen bodenbewohnenden Organismen. Die Fortpflanzung erfolgt in den Abendstunden. Die Gameten werden frei ins Wasser abgegeben.

Zur Pflege im Aquarium verweisen ALLEN et al (1998) als auch FENNER (2003) auf zahlreiche Probleme. Vor allem die Aufnahme von Ersatznahrung gestaltet sich schwierig. Deshalb hat FENNER (2003) die Art als nicht empfehlenswert für die Pflege im Aquarium eingestuft.

Ich selbst hatte das Glück ein Paar zu pflegen welches nach einigem Zögern Ersatznahrung in Form von Mysis, Artemien, Krill und diverse Mückenlarven akzeptierte. Gelungen war mir dies über die regelmäßige Darbietung von Fischeiern. Gepflegt wurde das Paar, in dem das größere Tiere 6 cm und der kleinere Artgenossen 4 cm maß, in einem Riffaquarium. Dieses ist mit zahlreichen Lederkorallen und Steinkorallen besetzt. Die Falterfische interessierten sich vor allem für die Steinkorallen. Hier wurden sie allerdings durch Grundeln aus der Gattung Gobiodon (FRISCHE 2002) mehr oder weniger daran gehindert.

Nach 6-wöchiger Pflege verstarb der kleinere Artgenosse. Den großen hielt ich zwei Jahre problemlos, ehe ich diesen an einen bekannten Aquarianer abgab, da er äußerst aggressiv auf zwei nachgesetzte Chaetodon octofasciatus reagierte. Versuche in den zwei Jahren einen kleineren Artgenossen nachzusetzen schlugen fehl, da diese nicht zur Futteraufnahme zu bewegen waren. Seitens des alteingesessenen Artgenossen waren keine aggressiven Handlungen gegen den neu zugesetzten Artgenossen zu beobachten.

Fazit: Ein Falterfisch der nur dann eine Überlebenschance im Aquarium hat, wenn es sich um ein Riffaquarium handelt. Dabei ist es entscheidend, in welchem Zustand das Tier vom Händler erworben wurde.  Tiere die bereits längere Zeit gehungert haben sind in aller Regel nicht mehr an Ersatznahrung zu gewöhnen. Leider ist nicht grundsätzlich ersichtlich, wie lange Chaetodon adiergastos bereits die Nahrung verweigert hat.

Ich schließe mich dem Urteil der schwierigen bis unmöglichen Pflege [Fenner (2003) und Allen et al (1998)] deshalb an.

Literatur:

Allen, G. R. & Steene, R. & Allen, M. (1998): A Guide to Angelfishes & Butterflyfishes. Odyssey Publishing, Perth, 250 S.
Fenner, R. (2003): Falterfische. Das Aquarium 37(8), 44-50
Frische, J. (2002): Borstenzähner und Blumentiere – geht das? Teil 1: Falter- und Pinzettfische. Das Aquarium. 36(2), 54-60
Kuiter, R. & Debelius, H. (2003): Falterfische Chaetodontidae. Ulmer Verlag. Stuttgart, 210 S.

Autor: 

Joachim Frische


Datum: 11/10/2003

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Weitere Informationen

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Meerwasser Fische


Deutscher Name:
Panda-Falterfisch

Familie:
Chaetodontidae, Falterfische, Schmetterlingsfische

Verbreitung: Westpazifik: von Südjapan bis Nordwest-Australien. Ryukyu-Inseln, Taiwan, Philippinen und Indonesien.

Größe: 20 cm

Aquariengröße: 600 l

Vergesellschaftung mit Korallen:
 Eingeschränkt


Vergesellschaftung Wirbellose:
 Sehr gut

Vermehrung: Freilaicher

Synonym(e): 

Wasserregion:  unten

Ernährungsweise: Fleischfresser

Zucht: unbekannt

Schwierigkeit: nur für Spezialisten geeignet

 3444 Aufrufe seit dem 25.05.2004

Weitere Informationen:

Chaetodontidae
Perciformes
Actinopterygii
Chordata
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