Dieser schöne Segelflosser kommt recht häufig an geschützten Außenriffen und in Lagunen vor. Die sehr ähnliche Art Zebrasoma veliferum, der östliche Segelflosser, der ab Indonesien über den Pazifik weit verbreitet ist, unterscheidet sich kaum in der Färbung von dieser Art. Als Anhaltspunkt könnte man sagen, dass die Streifenzeichnung bei Z. desjardinii filigraner ausfällt.
Als Jungfisch sind die Tiere einzeln zu sehen, später in kleinen, losen Gruppen oder Schwärmen. Erwachsene Tiere sieht man oft als Paar. Die Fische laichen in einem großen Schwarm ab, wobei die Paare aber in der Regel zusammen bleiben. Im Aquarium kann man dieses Verhalten auch beobachten, sofern man über eine Wassertiefe von mindestens zwei - drei Metern und natürlich mehreren Exemplaren dieser Fische verfügt. Also somit nur in Großaquarien zu beobachten.
Die Fische benötigen viel Schwimmraum, so sollte das Aquarium auch sehr großvolumig sein. Adulte Tiere gewöhnen sich schwer ein, Jungtiere schaffen die Umstellung an das Aquarienmilieu wesentlich leichter. Die Tiere sind fleißige Algenvertilger, auch die allseits so unbeliebten Fadenalgen werden bis zu einer gewissen Größe gefressen. Für die Ernährung wichtig ist eine gut ausgewogene Pflanzenkost: Bananen, Spinat, Salat, Löwnezahn, Algen usw.
Gelegentlich wurden sie beim Zupfen an Korallen beobachtet, dennoch kein Grund, sie nicht in einem großen Riffaquarium zu pflegen. Die Art ist gelegentlich aggressiv gegenüber ähnlich großen und ähnlich gefärbten Fischen, auch gegen neue Beckeninsassen. Andere Fische und Wirbellose werden in Ruhe gelassen. Für den fortgeschritteneren Aquarianer mit einem schönen, großen Riffbecken sicherlich ein Gewinn in der Fischgesellschaft.