Eine dem Sattel-Krugfisch Canthigaster valentini in der äußeren Erscheinung sehr ähnliche Art ist der Feilenfisch Paraluteres prionurus. DEBELIUS (1993) und LIESKE (1994) vertreten die Auffassung, dass der Schwarzsattel-Feilenfisch den Sattel-Krugfisch imitiert, weil letztgenannter in der Lage ist, verschiedene Gifte zu sekretieren, was den Fressfeinden bekannt ist.
Gemeinsam mit der Art Paraluteres arquat stellen sie die Gattung Paraluteres in der Familie Monacanthidae. Beheimatet ist der bis 10 cm lang werdende Paraluteres prionurus im Indopazifik: Von Ostafrika südlich bis zu den Aliwal Shoals, Südafrika und im Osten bis zu den Marshall Inseln, nördlich bis ins südliche Japan und südlich bis in den südlichen Teil des Großen Barrier-Riffs und Neu-Kaledonien. In Mikronesien ist die Art nicht zu finden. Im Roten Meer ist Paraluteres arquat angesiedelt. Nach Angaben der Fishbase (2003) lebt dieser Feilenfisch solitär, zuweilen in kleinen Gruppen in Tiefen zwischen 1 und 25 Metern.
DEBELIUS (1993) vermerkt, dass die Männchen zwei Dornen an der Schwanzwurzel tragen.
Im Aquarium ist die Art gut zu pflegen. Sie nimmt – wie für eine Reihe von Feilenfischen typisch – relativ zügig Ersatznahrung an. In der Natur sollen sie sich von Eiern, kleinen Schnecken oder durch Abweiden von Substrat ernähren. Eine gute Mischung mit abwechslungsreichem Frostfutter ist hier somit die richtige Lösung.
Bevorzugt werden reich strukturierte Dekorationen, in die sich der Fisch gern zurückzieht.
Literatur:
DEBELIUS, H. (1993): Fischführer Indischer Ozean. Tetra Verlag. Melle, 322 S.
Autor: Dirk Haase, Joachim Frische & Lutz Gohr