Nach Angaben von DEBELIUS & KUITER (2001) finden sich Adulte in kleinen Gruppen in seichten Geröllgebieten. Juvenile leben einzeln in Arealen mit reichlich Korallenwuchs. Die Entwicklung hin zu einem ausgewachsenen Exemplar ist von einer massiven Farbveränderung begleitet. Während Jungtiere leuchtend orange sind zeigen sich Alttiere eher dunkel mit dunkelgrünen Linien.
Im Aquarium kann die Art anfangs Schwierigkeiten in der Nahrungsaufnahme machen und auch die Anfälligkeit gegenüber Ektoparasiten ist gegeben. Sind die ersten Schwierigkeiten in der Akklimatisierung überwunden ist der Chevron-Borstenzahndoktorfisch unaufhörlich damit beschäftigt, die Dekoration und die Scheiben „abzulutschen“ und Aufwuchs abzuweiden bzw. zu schaben. Die Annahme, dass diese Art auch längere Algen aufnimmt ist falsch, da das Gebiss nicht zum Abbeißen von Algen geeignet ist. Er gehört sicherlich zu den Schönsten seiner Gattung und wohl auch zu den teuersten.
Die Verträglichkeit mit anderen Fischen ist gemeinhin gegeben. Mit anderen Borstenzahn-Doktorfischen kann es vor allem anfänglich zu Reibereien kommen. Wie bereits erwähnt ist Algennahrung wichtig, die beispielsweise über Spirulina und Nori-Algen (klein gehackt) verabreicht werden kann. Weitere Informationen zur Pflege im Aquarium finden sich unter anderem bei FRISCHE (2000).
Literatur:
Debelius, H. & Kuiter, R. H. (2001): Doktorfische und ihre Verwandten Acanthuroidei. Ulmer Verlag. Stuttgart, 210 S.
Frische, J. 2000. Doktorfische der Gattung Ctenochaetus. DATZ 53(4), 14-16