Chrysiptera talboti gehört zwar in die Gruppe der Riffbarsche, doch ist das Gemüt dieser Art ähnlich ihrer Körperfarbe: zart besaitet (Frische & Högerl 2003).
Im Aquarium findet sich ein eher scheuer Vertreter der sich gegen Riffbarsche anderer Arten kaum durchsetzen kann.
Der Aquarianer ist gut beraten, wenn er auf die gemeinsame Pflege mit Chrysiptera cyanea oder Chrysiptera taupou verzichtet.
Erfolgreich hingegen gelang die Vergesellschaftung mit Chromis viridis und Chrysiptera parasema. Doch darf der Schein dieser Aussage nicht darüber hinweg täuschen, dass die Tiere den genannten Riffbarschen unterlegen sind.
Sie bevorzugen ein reich strukturiertes Aquarium. Im sandigen Untergrund graben die Tiere unter geeignetem Gestein Wohnhöhlen, in welche sie sich auch bei Gefahr zurückziehen. Die Ernährung ist einfach, da alles angenommen wird, was an Frostfutter mundgerechter Größe geboten wird. Kunstfutter bedarf der Gewöhnung.
Chrysiptera talboti läßt sich in einer kleinen Gruppe pflegen, wobei sich innerhalb der Gruppe Paare bilden. Die Pflege der Eier werden von Männchen übernommen, wobei die demersalen Eier auf ein vorbereitetes Nest abgelegt werden.
In Chrysiptera talboti findet sich nach meinen Erfahrungen eine friedlich orientierte Demoiselle, die jedem Riffaquarianer empfohlen werden kann, der Spaß an Pastellfarben hat und robuste kleinbleibende friedliche Fische pflegen will.
Literatur:
FRISCHE, J. & F. Högerl (2003): Chrysiptera talboti. Das Aquarium. 37(4), 47
ALLEN, G. R. (2003): Riffbarsche der Welt. Mergus Verlag. Melle. 272 S.