So mancher Leser wird sich fragen, wie es sein kann, dass diese lang bekannte Art hier als Unbeschrieben vorgestellt wird. Grund sind DNA-Analysen, die vor einiger Zeit durchgeführt wurden. Das Ergebnis förderte zu tage, dass die hier vorgestellte Art nicht länger als Chrysiptera parasema geführt werden sollte (Allen & Erdmann 2008). Sobald uns der neue wissenschaftliche Name bekannt ist, werden wird dieses hier vorstellen.
Auch wenn bis dato noch kein wissenschaftlicher Name diese Art benennt, gibt es doch zahlreiche Pflegeerfahrungen mit diesem apparten Fisch. Er zählt zu den robusten Zeitgenossen. Hier gilt jedoch die Einschränkung, dass ein ausgezeichneter Vitalzustand beim Erwerb von Vorteil ist, da dieser Riffbarsch in einem minderen Gesundheitszustand eher zu Infekten neigt. Gefressen wird alles, was für die Fische verwertbar erscheint und von mundgerechter Größe ist.
Wie bei allen Demoisellen kommt es bei ähnlich gefärbten Korallenfischen mit vergleichbarer Größe zu Problemen. Die vermeintlichen Konkurrenten werden immer wieder belästigt. Empfindliche Fische mögen diese Anfeindung nicht und ziehen sich in die Dekoration zurück, wo sie gegebenenfalls Verhungern, oder sie springen gar aus dem unabgedeckten Aquarium.
Eine Gruppe ist nur im Jugendstadium zu pflegen, da mit einsetzender Geschlechtsreife eine Paarbildung angestrebt wird. Die Geschlechter sind nur während der Balz zu unterscheiden. Die Männchen zeigen in dieser Phase fluoreszierende Flecken.
Allen, G. R. & Erdmann, M. V. (2008): A new species of damselfish (Pomacentridae: Chrysiptera) from western New Guinea and the Togean Islands, Indonesia. aqua 13(3-4), 171-178