Diese schönen Fische werden sehr selten importiert, obwohl sie häufig vorkommen. Früher wurden sie einer eigenen Familie (Scolopsidae, Brachsen) zugeordnet. Sie sind aber den Schnappern (Lutjanidae) so nahe verwand, dass eine Revision sie in die Familie der Scheinschnapper (Nemipteridae) gestellt hat.
Die kleinen Fische besitzen eine recht kleine Schnauze. Die Grundfarbe ist grünlich bis blaß-Oliv oder gräulich. Ein gelbes, gesäumtes Band verläuft vom Mundwinkel unter dem Auge vorbei in leichtem Bogen zur Basis der ersten Weichflossenstrahlen der Rückenflosse. Ein sehr prominenter, heller Fleck befindet sich direkt unter diesen Weichflossenstrahlen. Zwei bis drei helle Linien verlaufen zudem vom Auge zum Vorderrücken.
Bei Jungtieren verläuft das breite, helle Band fast gerade und endet am letzten Teil der Rückenflosse.
Der Lebensraum der adulten Tiere, die fast immer in Paaren - seltener in kleineren Gruppen - zu sehen sind, erstreckt sich über fast alle Riff-Habitate. Jungtiere sind eher in flachen Lagunen oder Geröllzonen zu finden. Sie fressen kleine Fische und bodenlebende Wirbellose. Die Tiere sind protogyne Hermaphroditen, also Folgezwitter.
Leider sind sie etwas transportempfindlich und machen Schwierigkeiten bei der Eingewöhnung. Sie benötigen recht viel Schwimmraum in einem gut strukturiertem Korallenriffbecken. Idealerweise setzt man zwei ungleich große Tiere ein, damit man ein sicheres Pärchen bekommt. Sie sollten nicht mit kleineren Fischen vergesellschaftet werden und vergreifen sich manchmal an Röhrenwürmern, anderen Würmern, Schnecken und Muscheln sowie Krebsen. Deswegen ist in einem Riffbecken Vorsicht geboten. Ein Fisch für erfahrenere Aquarianer.