Muscheln gehören zu den Filtrierern, sie filtern
also ihre Nahrungsteilchen aus dem Wasser. Das heißt feinste
Schwebstoffe incl. Bakterien, Einzellern, Fischlarven oder
Kleinkrebslarven werden permanent aus dem Wasser gefiltert. Sie wühlen
dazu mit einem 'Fuß' (ähnlich wie Schnecken) durch das Substrat
(Bodengrund, Schlamm) und wirbeln dabei Plankton auf, das sie dann
ausfiltrieren.
In der Natur ist so die Nahrungsaufnahme für die Muscheln sehr gut
möglich, unsere Aquarien sind aber eigentlich durch Filterung zu
sauber, um so einem Tier über einen längeren Zeitraum genügend Nahrung
bieten zu können.
Um sie dauerhaft zu pflegen muss also zugefüttert werden.
Als Futter kann man Flüssigfutter für Korallen oder Aufzuchtfutter für
Jungfische (flüssig) ins Becken geben, auch die feinen Schwebeteilchen
von Futtertabletten eignen sich.
Da sich die Tiere gerne im Bodensubstrat eingraben sollte man sie nicht
in Aquarien mit zu groben Kies setzen. Sand eignet sich für die Pflege
der Körbchenmuschel besser.
Auch sollte man Muscheln, nie vergessen und von Zeit zu Zeit aufstöbern um zu überprüfen, ob sie noch leben.
Wie alle Wirbellosen reagieren Muscheln recht empfindlich auf
Schwermetalle. In Aquarien in denen schon mal kupferhaltige Medikamente
eingesetzt wurden, dürfen keine Muscheln eingesetzt werden. Muscheln
sind zudem sehr sauerstoffbedürftig und benötigen zur Schalenbildung
eine gewisse Wasserhärte. Sie vertragen keine zu hohen Temperaturen
über einen längeren Zeitraum.
Bei der Vergesellschaftung ist darauf zu achten, dass sie nicht
ständig gestört werden. Stark wühlende Fische eignen sich daher nicht.
Auch Fische wie zum Beispiel Kugelfische und einige Krebs und
Garnelenarten können den Muscheln gefährlich werden.