Dieser schöne Falterfisch ist recht häufig zu sehen. Die pazifische Population wurde früher als Unterart gesehen (Chaetodon trifasciatus lunulatus Quoy & Gaimard, 1825), heute jedoch als eigene Art: Chaetodon lunulatus betrachtet. Die Unterschiede sind allerdings kaum auszumachen, weil die Art sowieso zu recht variabler Hell- bis Dunkelgelbfärbung neigt.
Die Fische sieht man in korallenreichen LAgunen und mehr oder weniger geschützten Aussenriffen. Jungfische halten sich ausschließlich zwischen den Ästen von Steinkorallen auf. Sie sind territoriale Fische, die als Paar oder seltener als Einzelgänger weite Reviere besitzen. Sie fressen ausschließlich die Polypen kleinpolypiger Steinkorallen, vornehmlich von Pocillopora spp.
Dieser wunderschöne Falterfisch gehört in eine Gruppe von Gauklern, die Kuiter & Debelius (2003) als die Untergattung Corallochaetodon Burgess, 1978 vorstellen. In dieser Untergattung finden sich so wunderschöne Fische wie Chaetodon trifasciatus, C. austriacus oder Chaetodon lunulatus und Chaetodon melapterus.
Allen vier genannten Arten ist gemeinsam, dass ihre Nahrung zu einem großen Teil aus den Polypen diverser Steinkorallen besteht. Die Art wird gelegentlich für die Aquaristik eingeführt. Ihre dauerhafte Pflege gilt derzeit als unmöglich.
JFt konnte ein Exemplar von C. austriacus ein Jahr lang am Leben erhalten. Die Ernährung erfolgte über eine Reihe von Acropora-Arten, die im Aquarium wuchsen und auch heute noch wachsen. Der Appetit des Chaetodon austriacus reichte nicht aus, um die Bestände zu dezimieren. Nicht zu letzt auch deshalb, weil kleine Helfer der Art Gobiodon citrinus unterstützend halfen.
Außerdem gelang es, den Rotmeer-Rippen-Falterfisch an Fischeier zu gewöhnen, die er gierig fraß. Hier dürfte ein Grund für die spätere Todesursache zu finden sein: Während eines 14-tägigen Urlaubs wurden in dieser Zeit keine Fischeier gefüttert, da ihrer Bedeutung bei der Versorgung von Chaetodon austriacus unterschätzt wurde. Dieser Zeitraum aber genügte bedauerlicher Weise, dass der Falterfisch verhungerte. Wie geschrieben: bis zu diesem Zeitpunkt war die Wichtigkeit der regelmäßigen Gabe der Eier (täglich 10 g) nicht klar.
Fazit:
Die vier Arten aus der Untergattung Corallochaetodon sind derzeit nicht für die Pflege im Aquarium geeignet sind, da unserer Auffassung nach die notwendige Versorgung nicht zu gewährleisten ist.