Wie alle Cirrhilabrus-Arten sollte auch Cirrhilabrus solorensis nicht in frisch eingerichtete Aquarien gesetzt werden. Es handelt sich um eher sensible Fische, die erst dann gepflegt werden sollten, wenn das Aquarium ein stabiles Milieu aufweist, was nach etwa sechs Monaten ? bei normalen Verlauf der Einfahrphase ? der Fall ist. Cirrhilabrus solorensis ist empfänglicher für den Befall durch äußere Parasiten als viele andere Lippfische. Nicht zu letzt deshalb, weil sich der Fisch nachts nicht eingräbt; was keine Art aus der Gattung Cirrhilabrus praktiziert.
Der eher als scheu zu bewertenden Cirrhilabrus solorensis will zur Nahrungsaufnahme gebeten sein. Es bedarf einiger Zeit, damit der Fisch das im Handel erhältliche Frostfutter bereitwillig akzeptiert. Kleinstfutter in Form von Plankton und Fisch- oder Hummereiern ist eine Möglichkeit den Fisch an Ersatznahrung zu bringen.
Es handelt sich um einen friedfertigen und wenig aggressiven Lippfisch, der eher ängstlich wirkt.
Wie alle Cirrhilabrus-Arten liebt die Art ein eher verstecktes Dasein. Wenn erst einmal die Nahrungsaufnahme erfolgt, findet sich in Cirrhilabrus solorensis jedoch ein Lippfisch, der fast gierig nach dem vorbei driftenden Futter schnappt. Die restliche Zeit des Tages wird zwar mit der Nahrungssuche verbracht, doch bleibt der Fisch dabei stets in der Nähe der schützenden Dekoration. Im Gegensatz zu seinen schwimmfreudigen Vettern aus der Gattung Gomphosus oder Thalassoma ein ausgesprochen ruhiger Vertreter.
Vor wenigen Jahren galt diese Art als Neuentdeckung. Es zeigte sich jedoch bald, dass diese Art bereits seit 1853 beschrieben ist. Wie bei allen Cirrhilabrus-Arten gibt es auch bei dieser Art zwischen Weibchen und Männchen farblich so gravierende Unterschiede, daß beide Geschlechter als unterschiedliche Arten beschrieben wurden.
Literatur:
Kuiter, R. H. (2002): Lippfische. Ulmer Verlag, Stuttgart