Bei diesem Fahnenbarsch sind der dritte Rückenflossenstrahl und die Bauchflossen fahnenartig verlängert. Innerhalb der Unterfamilie der Anthiinae (Fahnenbarsche) ist es der verbreitetste Fahnenbarsch.
Die Grundfrabe ist orange bis rötlich, bisweilen ins gelbliche übergehend. Der Augenrand kann blau sein, ein abgesetzter, hell bis bläulich umrahmter Strich reicht vom Auge zum Brustflossenansatz. Die Farbe und die Zeichnung können je nach Standort leicht variieren.
Die dominierenden Männchen sind meist dunkler gefärbt, während die Weibchen hell-orange erscheinen. Die Weibchen sind kleiner, maximal 7-9 cm, die Männchen können beachtliche 15 cm groß werden. Die Fische findet man in der Natur ausschließlich in Korallenriffen, Lagunen oder Außenriffen bzw. Riffergs in Tiefen von wenigen Zentimetern bis zu 30 m. Sie formen sehr große Ansammlungen, die im freien Wasser nach Zooplankton schnappen, bei dem kleinsten Anzeichen von Gefahr jedoch schnell in den Ritzen, Spalten und Löchern der Riffe verschwinden.
Die Männchen sind territorial und bilden mit 5-8 Weibchen einen Harem. Im Roten Meer wird im Winter nach regem Treiben abgelaicht, wobei ein Männchen die Eier mehrerer Weibchen befruchtet. Stirbt das Männchen, so rückt innerhalb kürzester Zeit (1 Woche) das ranghöchste Weibchen durch eine Geschlechtsumwandlung zum Männchen auf, sofern der Harem nicht durch andere Männchen übernommen wird. Im Aquarium kann man diese Umwandlung ausgesprochen gut beobachten.
Das Problem bei der Pflege ist eher die kontinuierliche Planktonzufuhr. Am ehesten eignet sich als Futter ansonsten noch sehr kleingehacktes Krebsfleisch. Am besten in einer Gruppe halten. Im Aquarium haben die Tiere bereits abgelaicht, wobei die Aufzucht der planktonisch lebenden Larven bisher noch nicht gelungen ist. Manchmal neigen sie dazu, vor allem bei der Eingewöhnung, aus dem Becken zu springen.