Bei dieser Art gibt es offensichtlich zwei Varianten, die sich aus dem Vorkommen in der Wassertiefe ableiten. Während die Exemplare, die in Tiefen zwischen 110 - 335 m gefangen wurden, Körperlängen von bis zu 30 cm aufweisen, waren jene, die in Tiefen von bis zu 10 m lebten, nicht länger als 10 cm SL. Die Letztgenannten sind vor allem von Cebu bekannt. Von dort stammen auch die gepflegten Tiere.
Sie rotten sich zuweilen zu Gruppen von 20 bis 50 Exemplaren zusammen und blinken in einem schnellen Rhythmus (Haneda 1971).
Die meisten für die Aquaristik importierten Anomalops katoptron stammen aus Cebu und werden im Oktober gefangen. In diesem Monat halten sich sehr viele Exemplare dieser Art in den flachen Bereichen der Riffe auf. Literaturangaben zur Pflege im Aquarium sind spärlich.
Es ist unbedingt darauf hinzuweisen, dass Laternenfische nur in absoluter Dunkelheit umgesetzt werden dürfen.
Der allgemeine Gesundheitszustand der Fische lässt sich an der Hautfarbe ablesen. Eine schwarze Körperfarbe zeigt einen gesunden Fisch.
Als Nahrung werden vor allem Fischeier favorisiert. Generell aber lässt sich festhalten, dass Anomalops katoptron in der Nahrungsaufnahme nicht wählerisch ist. Die Fische werden drei Mal nachts gefüttert. Einmal mit Frostfutter, das aus Krill, Mysis, Artemien, Mückenlarven und Cyclops besteht. Kurz vor dem zu Bett gehen gibt es Flockenfutter und morgens nach dem Aufstehen gibt es Granulatfutter. Es ist möglich, Anomalops katoptron an diffuses Licht zu gewöhnen.
Da die Fische als einzigen Verteidigungsmechanismus das Leben in der Gruppe und die rasche Flucht haben, sind sie für andere Aquarieninsassen ungefährlich. Umgekehrt allerdings kommt es immer wieder zu Rangeleien.
Literatur:
Patzner, R. A. & Moosleitner, H. (1999): Meerwasser-Atlas Band 6. Mergus Verlag, Melle. 1152 S.
Frische, J. & Finck, H. (2005): Laternenfische ? ?Ungewöhnliche Augen? im Aquarium. Das Aquarium 39(5), 51-59