Strömung: Schwach, zeitweise mäßig; keinesfalls länger anhaltend stark.
Licht: Bei der Verwendung von HQI-Brennern ist es vorteilhaft, die Scheibenanemonenkolonien im Seitenlicht zu platzieren. Hier behalten sie ihre Färbung. Bei der Verwendung von Leuchtstoffröhren der Lichtfarbe, 11, 21 oder 72 (Firma Osram) oder der T5-Technologie, sind die Kolonien in den Lichtkegel der Leuchtstoffröhren zu stellen.
Nahrung: Eine direkte Futteraufnahme erfolgt nicht. Die Nahrung wird mithilfe der im Gewebe eingelagerten Zooxanthellen über Photosynthese gewonnen. Zusätzlich werden gelöste Nährsalze über das Wasser aufgenommen.
Vergesellschaftung: Eine dauerhafte Vergesellschaftung mit Steinkorallen, Xeniiden, Weichkorallen und Gorgonien ist ohne ausreichenden Sicherheitsabstand nicht praktikabel. Der Aquarianer muss bedenken, dass viele Scheibenanemonen das Wassermilieu zu ihren Gunsten verändern und somit eine Reihe von anderen Korallen verkümmern können. Eine Vergesellschaftung mit Röhrenkorallen (Stoloniferen), Sarcophyton- und Cladiella-Arten ist nach meiner Erfahrung hingegen unproblematisch. Dies gilt für Anemonen und Krustenanemonen gleichermaßen.
Vermehrung Asexuell durch Abschnüren eines Fußteils.
Besonderheiten Die frühere als eigenständig geführte Gattung Actinodiscus zeigt die schönsten Farben, wenn relativ wenig Licht die Kolonien beleuchtet. Zu starkes Licht bewirkt schnell eine Bräunung der Scheibenanemonen, was auf die sich stark vermehrenden eingelagerten Zooxanthellen zurückzuführen ist. Viele Farben kommen erst zu Geltung, wenn die reine Blaubeleuchtung eingeschaltet ist oder mit hohen Kelvinzahlen von mehr als 10.000° beleuchtet wird. Es handelt sich dabei um fluoreszierende Farben. Vor der ausschließlichen Beleuchtung mit Blaulicht ist jedoch zu warnen, da unter diesen Bedingungen die Tiere ausbleichen und langsam - durch den Verlust der Zooxanthellen - weiß werden.
Frische, J. (2007): Elefantenohren im Aquarium. VDA aktuell. 3-2007, 30-33