Der Anemonenfisch, der der Gattung Premnas und nicht Amphiprion zugeordnet ist, was daran liegt daran, dass die Fische einen Kiemenstachel aufweisen, der den anderen Anemonenfischen fehlt.
Dieser sehr häufig im Handel erhältliche Anemonenfisch ist nicht ganz so einfach zu halten, wie andere Mitglieder der Unterfamilie. Sie werden recht groß und sind – vor allem im Alter – ziemlich zänkisch.
Die Fische sind im Jugendstadium mit einem kräftigen Rot und drei weißen Querbinden gezeichnet. Die Farbe wechselt später zu einem braun, manchmal auch bis zu schwarzen Tönen, was vornehmlich die Weibchen betrifft.
Sie leben in geringen Tiefen von 1 – 16 Metern in Lagunen und an seewärtigen Riffen und sind immer mit Anemonen der Gattungen Radianthus gelam oder hauptsächlich Entacmaea quadricolor assoziiert.
In der Natur fressen sie vornehmlich Algen und Zooplankton.
Da sie recht groß werden, sollte auch ein großes Becken, idealerweise ein Artenbecken geboten werden. Um ein Pärchen zu halten, sollte man immer zwei ungleich große Tiere erwerben; das größere Tier entwickelt sich immer zum Weibchen. Gleich große Tiere können sich unter Umständen bis zum Tode bekämpfen. Größere, ältere Fische (Weibchen) können sehr aggressiv werden, auch gegenüber anderen Fischen. Eine Vergesellschaftung mit Anemonen ist hier nicht zwingend notwendig, sie nehmen auch andere Anemonen an oder geben sich mit Felsverstecken zufrieden.
Die Ernährung stellt im Aquarium keinerlei Problem dar. Garnelen können sie jedoch als Futter betrachten. Sie laichen sehr häufig in der Nähe ihrer Anemone ab. Die Aufzucht der Jungfische ist verhältnismäßig einfach, aber nicht mit der von Süßwasserfischen vergleichbar.
Siehe auch den Artikel von J. Frische:
Nachzucht des Samtanemonenfisches Premnas biaculeatus