C. ulietensis ist mäßig bis häufiger in geringen Tiefen (2 - 30 m) in dem genannten Verbreitungsgebiet anzutreffen.
Er kann auf die Schnelle mit dem Keilfleck-Falterfisch Chaetodon falcula verwechselt werden. Bie diesem sind jedoch die beiden schwarzen Rückenzeichnungen wesentlich keilförmiger und wesentlich kleiner, außerdem besitzt der andere Falterfisch einen gelblichen Rücken, der bei diesem Falterfisch fehlt. Zwischen den schwarzen Satteln liegt bei C. ulietensis auf jeden Fall weiß, während diese Farbe bei dem anderen Falter gelb ist.
Die Fische sieht man in korallenreichen Lagunen, seltener in seewärts gerichteten Riffen. Juvenile Fische sind auch schon in Flußmündungen und in Häfen gesehen worden. Sie treten sehr selten alleine auf, meist sind sie im Paar oder in kleinen Gruppen mit bis zu 40 Exemplaren unterwegs.
Sie ernähren sich - wie viele andere Falterfische - von kleinen Wirbellosen und Nesseltieren, gelegentlich auch von Algen und Aufwuchs. Im Aquarium knabbern sie auch an den Steinkorallenpolypen und lassen vor allem Röhrenwürmer nicht in Ruhe. Ideal ist ein Fischaquarium, im Riffbecken muss man mit Schwierigkeiten rechnen.
Sie sind eigentlich recht haltbar, wenn sie jung eingewöhnt werden. Schnell nehmen sie das gängige, abwechslungsreich zugeführte Gefrier-Ersatzfutter an und benehmen sich gegenüber anderen Beckeninsassen - sofern sie ihnen nicht zu ähnlich sind - meiner Erfahrung nach recht friedlich. P. Chlupaty berichtet allerdings, dass diese Art ihm nicht sehr haltbar erschien, sie seien anfällig für Parasiten und benötigen sauberstes Wasser von 26 - 30 ° C. Ich denke, dass da die Individualverhalten und die Gesundheit der eingeführten Fische eine große Rolle spielen.