Anders als für viele Lippfische üblich, vergraben sich Arten aus der Gattung Scarus nicht im Bodengrund, sondern suchen einen Unterschlupf in Form von Spalten, Höhlen oder Löchern auf, oder sie lehnen sich einfach gegen Korallen. Viele von ihnen produzieren dann durch Drüsen im Bereich der Kiemen einen sie umgebenden Schleimkokon, welcher einen gewissen Schutz vor Fressfeinden bietet (Baensch & Patzner 1998). Ob Scarus quoyi sich nachts in einen Schleimkokon bettet ist nicht bekannt.
Gierig wurde nicht nur das obligatorische Frostfutter konsumiert, sondern auch Granulatfutter. Letzteres wurde in kleiner Körnung bevorzugt. Ein Übergriff auf Steinkorallen ist nicht zu beobachten gewesen. Wohl aber schabt der Fisch täglich Schichten aus Kalk vom Lebendgestein ab. Dies ist lebensnotwendig! Hätte der Fisch diese Möglichkeit nicht, würden seine Zähne unaufhörlich wachsen und ihn letzten Endes an der Nahrungsaufnahme hindern. Kalkalgen werden von Scarus quoyi ebenfalls gefressen. Gierig die Art Padina spp..
Papageifische beginnen ihr Leben als Weibchen und enden, wenn die Natur es gut mit ihnen meint, als Supermännchen. Es handelt sich um protogyne Hermaphroditen.
Die Sekundär- oder Supermännchen bilden Sexualterritorien. Die Weibchen innerhalb dieses Terrains bilden einen Harem. Jedes Weibchen wird hier einzeln umworben. Primärmännchen werden während der Balz vehement verjagt. Je nach Größe und Lebensweise der Papageifischart kann ein solches Terrain zwischen 41 bis 120 m2 (für Scarus iserti bis 35 cm Gesamtlänge) und 168 bis 1400 m2 (für Sparisoma rubripinne bis 50 cm Gesamtlänge) betragen (Mumby & Wabnitz 2002).
Die Anzahl der Weibchen eines Harems schwankt je nach Reviergröße zwischen zwei und sechs Individuen. Für ein Aquarium würde dies bedeuten, dass eine paarweise Vergesellschaftung oder noch besser die Pflege von zwei Weibchen und einem Männchen anzustreben wäre. Dies setzt allerdings voraus, dass das Aquarium die entsprechende Größe nebst Schwimmraum bietet, ein Anspruch, den das Heimaquarium eigentlich nicht erfüllt!
Literatur:
Baensch, H. A. & Patzner, R. A. (1998): Meerwasser-Atlas Bd. 7. Mergus Verlag, Melle. 1152 S.
Frische, J. (2007): Papageifische im Aquarium. Der Meerwasseraquarianer 11(2), 10-20.
Mumby, P. J. & Wabnitz, C. C. C. (2002): Spatial patterns of aggression, territory size, and harem size in five sympatric Caribbean parrotfish species. Environmental Biology of Fishes 63: 265-279