Dieser schöne und bizarre Fisch ist eigentlich nur in Schauaquarien zu sehen. Warum? Ganz einfach: es existiert ein Exportverbot aus Australien. Nun könnte man meinen, dass die Nachzucht ähnlich wie bei Seepferdchen oder Seenadlen relativ einfach wäre. Theoretisch ja, praktisch nein. Warum? Ganz einfach: die Australier exportieren in alle Schauaquarien immer nur ein Geschlecht! Sonst wäre es nämlich sicherlich möglich, die schönen Tiere zu züchten und in Europa zu verbreiten. Auf dem Schwarzmarkt muss man schon so 2.000 bis 3.000 US$ pro Exemplar hinlegen.
Auf jeden Fall benötigen die Fische nicht unbedingt ein Riffbecken, sind sie doch in der Natur eng mit Sandböden, Kelp- und Algenwiesen und seltener mit südlichen Riffen verbunden. Sie sollten sowieso in einem Spezialbecken gepflegt werden. Die Temperaturen sollten zudem 24-25 °C nicht übersteigen, 22 °C wäre optimal!!
Sicherlich sind sie ein tolles Beispiel für Tarnung, weil weder das Opfer noch ein potenzieller Räuber die schönen Tiere als Fisch erkennt.
In den Schauaquarien werden sie mit Schwebegarnelen (lebend) und Krebstieren sowie Frostfutter und entsprechender Ersatznahrung gut über viele Jahre am Leben gehalten.
Wie bei allen Röhrenmäulern werden hier die Männchen schwanger. Das Weibchen legt die 250 - 300 Eier direkt unter die Schwanzunterseite des Männchens. Nach 8 Wochen Inkubationszeit schlüpfen die voll lebensfähigen - bereits 3 cm langen - Jungtiere. Die jungen Fetzenfische lassen sich jedoch Zeit - bis zu 5 Tage kann es dauern, bis alle Jungfische geschlüpft sind. Diese sind nach wenigen Stunden schwimmfähig und nehmen sofort Artemien und anderes Krebsfutter, in dem sie allerdings stehen müssen, auf.