Die Seepferdchen gehören mit zu den am größten werdenden Seepferdchen überhaupt. Da sie nur selten im Handel zu sehen sind und in der Roten Liste auf vulnerable (VU) gesetzt wurden, sind sie auch wenig in deutschen Aquarien zu sehen.
In der Natur findet man sie von geringen Tiefen - etwa Gezeitentümpel - bis in über 100 m Tiefe. Dabei halten sie sich immer in der Nähe von Seegrasfeldern auf. Sie sind recht gesellig und werden öfter auch in der Natur in größeren Gruppen gesehen. Junge Seepferdchen sind eher pelagisch und leben an treibenden Seetangen.
Sie fressen - wie fast alle Seepferdchen - Zooplankton, vor allem Kleinkrebse und weniger benthische Wirbellose.
Sie sind ovovivipar, wobei das Weibchen die Eier in die Bruttasche des Männchens legt.
Ideal ist eine gruppenweise Pflege der Seepferdchen in einem eigens dafür eingerichteten Aquarium mit lebenden Steinen, Algen und anderen sessilen - nicht nesselnden - niederen Tieren. Zur Vergesellschaftung eignen sich Mitglieder der gleichen Tierordnung besonders gut.
Schwierig ist besonders die Eingewöhnung, sprich die Umstellung von lebenden auf totes Futter. Anfangs sollte man mit lebenden Artemien füttern und langsam auf das gängige, möglichst krebshaltige Frostfutter umsteigen. Auf keinen Fall sollte man dieSeepferdchen in einem Gesellschafts-Korallenriffbecken halten. In einem alteingerichtetem Becken jedoch finden sie immer wieder etwas Fressbares und können dort auch mit ruhigen Fischen vergesellschaftet werden.
Ergänzung des Textes von Florian Müncheberg (06.09.2007):
Bei Hippocampus abdominalis handelt es sich um eine Art aus kalt-temperierten Gewässern, d.h. eine längerfristige Haltung ist nur bei Temperaturen von 12-19 °C und damit NICHT im tropischen Aquarium möglich!
Die Tiere, die hin- und wieder im Handel zu finden sind, stammen von einer tasmanischen Seepferdchenfarm und sind bereits an Frostfutter gewöhnt.
Seepferdchen stehen im Anhang II (EU-Anhang B) des Washingtoner Artenschutzabkommens und dürfen deshalb nur mit entsprechenden Papieren abgegeben werden, die eine legale Herkunft belegen.