Nach meinen Erfahrungen ist die Pflege ähnlich den Tieren aus der Gattung Metarhodactis. Damit benötigen die Tiere eine schwach, zeitweise mäßig Strömung. Es hat sich bewährt, die Strömung zuvor von einem Gegenstand abgelenkt zu lassen, ehe die Kolonie durchströmt wird. Bei der Verwendung von HQI-Brennern ist es vorteilhaft, die Kolonie im Lichtkegel zu platzieren. Hier wachsen die Arten recht schnell zu prächtigen Kolonien heran. Bei der Verwendung von Leuchtstoffröhren der T8- und T5-Technologie ist es angebracht, einen Standort im Lichtkegel der Leuchtstoffröhren zu wählen, der so nah als möglich unter den Beleuchtungskörpern ist. Eine direkte Aufnahme von Futterpartikeln erfolgt nach meiner Beobachtung nicht. Statt dessen geschieht die Ernährung über die Photosyntheseprodukte der im Gewebe eingelagerten Zooxanthellen. Zusätzlich werden gelöste Salze mit dem Wasser aufgenommen. Eine gemeinsame Pflege ist mit Steinkorallen, Xeniiden, Weichkorallen und Gorgonien ohne ausreichenden Sicherheitsabstand problematisch. Zusätzlich sollte sich der Aquarianer gewahr werden, dass viele Scheibenanemonen das Wassermilieu zu ihren Gunsten verändern und damit auf andere Korallen nachteiligen Einfluss nehmen. Eine Vergesellschaftung mit Stoloniferen, Sarcophyton- und Cladiella-Arten, Anemonen und Krustenanemonen ist hingegen wenig problematisch. Zu erwähnen gilt auch, dass die Arten aus der Gattung Rhodactis geringe Schadstoffmengen vertragen und hier prächtig wachsen.
Die Vermehrung erfolgt selbstständig auf asexuellem Wege, in dem ein Teil der Fußscheibe vorgestülpt und in Folge abgeschnürt wird.
Innerhalb der Gattung Rhodactis gibt es farbenprächtige Arten. So ist beispielsweise die blau gefärbte Rhodactis inchoata ein begeherter Aquarienpfelgling, der allerdings kaum einmal in den deutschen Fachhandel gelangt.
Literatur:
Borneman, E. H. (2001): Aquarium Corals. T.F.H. Publ. Inc., Neptune. 464 p.