Diese Aufnahmen stammen aus dem 3000 Liter Riffaquarium meines Freundes Franz Högerl, der leider viel zu früh starb.
Nach seinen Aussagen handelt es sich um einen sehr seltenen und "verdammt" teuren Fisch. Bereitwillig wird mundgerechte Ersatznahrung angenommen, wenn keine störenden Fische im Aquarium leben. Ist dieses der Fall, lässt sich Cirrhilabrus jordani kaum blicken und verhungert zusehends. Ruhige Mitbewohner lassen den Fisch nach der Akklimatisierung tagsüber erscheinen. Die Nacht verbringen die Fische in der Dekoration. Anders als andere Lippfische gräbt sich die Art nicht im Bodengrund ein.
Es ist ein sensibler, scheuer Lippfisch, der gerne springt, wenn eine Stresssituation eintritt. Bei Franz Högerl lebte das Paar mehr als 3 Jahre, ehe es innerhalb weniger Tage nacheinander aus dem Aquarium sprang. In der Zeit der Pflege laichte das Paar vielfach in den Abendstunden im Schein der Blaubeleuchtung ab.
Kuiter, R. H. (2002): Lippfische. Ulmer Verlag, Stuttgart.