Diese Korallen bevorzugen eine indirekte Strömung, d.h. der Strömungsstrahl der Pumpe sollte abgeleitet werden, ehe er die Koralle trifft. Eine starke Strömung vertragen Stereonephthyien durchweg, da sie neben der Ernährung über das Licht auch noch dem Planktonfang nachgehen. Diese Eigenschaft macht es unumgänglich, dass eine ausgewogene Strömung die Nahrung an den Fangpolypen vorbei führt.
Bei der Verwendung von HQI-Brennern können alle Arten aus der Gattung Stereonephthya im Seitenbereich des Lichtkegels gepflegt werden. Bei der Verwendung von Leuchtstoffröhren sollte ein Platz im direkten Lichtbereich gewählt werden.
Stereonephthya ssp. sollte allein auf exponierten Plätzen stehen, da sie kontinuierliche Berührung durch andere Korallenäste nicht sonderlich vertragen. Sie selbst sind meiner Erfahrung nach gegenüber anderen Korallen friedfertig.
Bei Stereonephthyien schneidet der Aquarianer mit einer scharfen Klinge einen Ast des Mutterstockes ab und siedelt diesen auf einem algenfreien Substrat an. Nach üblicher Befestigung ist auf eine mäßige Strömung zu achten, die das Anwachsen des Ablegers auf dem neuen Substrat fördert.
Die Angehörigen dieser Gattung müssen zugefüttert werden, da die alleinige Versorgung über das Licht nicht ausreicht, um die Koralle am Leben zu erhalten. Fabricius & Alderslade (2000) vermerken sogar, dass die Arten dieser Gattung ausschließlich Azooxanthellat sind. Bei der Fütterung werden Futterstücke bis zur Größe einer Cyclops akzeptiert. Eine direkte Zufütterung kann auch mit Staub- und Flüssigfutter erfolgen, da die Autozooiden problemlos in der Lage sind, diese Nahrung festzuhalten und zu verwerten. Die nötigen Spurenelemente und Mineralien werden aus dem Wasser entnommen. Zu diesem Zweck zieht sich die Kolonie bis auf einen Bruchteil ihrer Größe zusammen, um zunächst das im Korallenkörper befindliche Wasser auszupressen. Bei der neuerlichen Expansion des Körpers wird dann Umgebungswasser aufgenommen
Arten der Gattung Stereonephthya müssen den richtigen Standort geboten bekommen, soll ihre Pflege erfolgreich verlaufen. Dies ist sicherlich die schwierigste Aufgabe die es zu lösen gilt. Stereonephthyien können in ihrer Körperfarbe unterschiedlich sein. Mit Rot, gelb, grün und weiß finden wir hier Tierkolonien, die Abwechslung zu den sonst üblichen Brauntönen vieler Weichkorallen bieten. Arten dieser Gattung werden gern von Fischen belästigt. Sehr empfindlich reagieren die Korallen auf Fadenalgen, da sich diese gern in den Korallen verheddern und durch die rauhe Struktur der Koralle nicht mehr aus dieser zu entfernen sind.
Literatur:
Fabricius, K. & Alderlade, P. (2000): Sof Corals and Sea Fans. AIMS, Australia. 264 p.