Ob es innerhalb der Gattung Ricordea wirklich die zweite Art Ricordea yuma gibt, ist derzeit nicht eindeutig. So nennt die ITIS lediglich Ricordea florida. Auch sind die beiden Arten nicht einfach von einander zu unterscheiden und es ist wohl vorrangig das Herkunftsgebiet, das für die Art bestimmend ist. Es bleibt spannend, wie sich hier molekularbiologische Untersuchungen auf die Artenzahl innerhalb dieser Gattung auswirken werden.
Ricordea yuma liebt etwas stärkere Strömung, die allerdings nicht aus einem direkten Pumpenstrahl entstehen darf, sondern zuvor von einem Gegenstand abgelenkt wurde. Sie gedeiht bei der Verwendung von HQI-Strahlern und der Platzierung im direkten Lichtkegel ausgezeichnet. Von einer aktiven Futteraufnahme ist berichtet. Es werden Nahrungsbrocken bis zur Größe einer Mysis gefangen und verdaut. Überwiegend wird der Nahrungsbedarf mithilfe der im Gewebe eingelagerten Zooxanthellen und ihren Photosyntheseprodukten gedeckt. Im Wasser gelöste Nährsalze verhindern Defizite bestimmter Mineralien. Mit Nitrat belastetes Wasser in Konzentrationen von bis zu 20 mg/l sind dem Wachstum der Kolonie förderlich. Das Raumangebot dieser Korallen ist hoch und direkte Kontakte mit anderen Blumentieren sind zu vermeiden. Der mitunter rasche Wuchs hemmt das Wachstum anderer Korallen.
Die Vermehrung erfolgt asexuell durch Abschnüren eines vorgestülpten Fußteils. Bei guter Beleuchtung wächst die Art rasch, sodass sie zur Plage werden kann. Selbst das rigorose Herausreißen bringt nicht immer den gewünschten Erfolg, da bereits aus Resten neue Tiere entstehen können. Bei Lichtmangel und zu starker Strömung wird Ricordea yuma immer kleiner, bis sie sich vom Substrat löst und woanders ansiedelt.