Im Prinzip sind alle Lederkorallen dieser Gattung mehr oder weniger pilzartig. Dabei ist der Stiel nicht mit Polypen besetzt, der Teller schon.
Die Färbung ist recht unterschiedlich, meist aber braun, gelblich oder grau. Die Polypententakel sind oft weiß und können eingezogen werden. Der Teller kann auch gefaltet oder unregelmäßig geformt sein.
Alle Sarcophyton-Arten sind dimorph, d.h. sie besitzen Autozooiden und Siphonozooiden. Fast alle Arten der Gattung (es sollen fast 100 Arten sein, wovon jedoch viele als falsch deklariert werden) beherbergen Zooxanthellen im Coenchym und in den Polypen, so dass sie lichtdurchflutete Standorte bevorzugen.
Sarcophyton-Arten lassen sich sehr gut im Aquarium halten, können aber sehr groß werden. Eine Sarcophyton-Art in meinem Becken ist von einem Durchmesser von 5 cm innerhalb weniger Jahre auf einen Tellerdurchmesser von über 60 cm gekommen (direktes HQI-Licht, 150 W, 6.500 - 10.000 Kelvin), womit das gesamte Becken dominiert wurde.
Somit muss man auch dieses Wachstum immer wieder berücksichtigen, weil die darunter liegenden Bereiche dann stark abgeschattet werden. Manche Sarcophyton-Arten sind also eher für Becken ab 300 l und mehr geeignet. Klein bleibende Arten kommen mit weitaus weniger Wasservolumen aus.
Um die kleinbleibenden Arten zu vermehren, muss man den Teller abschneiden und neu platzieren. Der Teller bildet dann einen neuen Stiel aus und der alte Stiel einen neuen Teller. Das sieht recht unschön aus und klappt auch nicht immer, weil die Verletzungen dann doch zu groß sind.
Bei den größeren Arten schneidet man einfach mit einem sehr scharfen Skalpell einen Teilm des Tellers fort und steckt diesen nach dem Zusammendrücken der Wunde wieder z.B. mit Zahnstochern und Gummis an einem neuen Platz fest.
Nach 14 Tagen sollten alle Wunden verheilt sein und das neue Gewebe wird sich schnell in der altbekannten Form wieder aufbauen.