In Meerwasserkreisen ist dieser leuchtend blaue Fisch gut bekannt. Die angegebene Endgröße erreicht er allerdings kaum, weder in der Natur und erst recht nicht im Aquarium.
Wen mag es wundern, mit seiner weißen Kehle, seiner dunkelblauen Gesichtsmaske, den schönen gelben Rückenflossen und den in vielen Blautönen abgesetzten anderen Flossen ist er doch ein herrlicher Anblick in einem Aquarium.
In der Natur lebt er in sehr flachem Wasser, oft auf Riffdächern oder an den Kanten sowie in Lagunen. Die Doktorfische sieht man meist einzeln, seltener in Paaren oder in Trupps. Gelegentlich schließen sie sich zu größeren, lockeren Schulen zusammen, die gemeinsam große Riffbereiche nach Nahrung absuchen.
Er wird recht häufig im Handel angeboten, wirft aber im Aquarium immer wieder Probleme auf. Er ist sehr empfindlich gegenüber Wechseln im Wassermilieu und neigt dazu, schnell weiße Pünktchen zu zeigen.
In einem Korallenriffbecken kann man seinem enormen Nahrungs- und Schwimmbedarf nur selten gerecht werden, zudem scheint er die durch die Kalziumzufuhr bedingten pH-Wert Schwankungen nicht gut zu vertragen.
Er ist äußerst aggressiv gegenüber anderen Doktorfischen oder Artgenossen, auch gegen andere blaue Fische. Es ist kaum möglich, zwei Exemplare der gleichen Art in einem Becken zu halten, weil sie sich bis zum bitteren Ende bekriegen.
In der Natur ist er den ganzen Tag unterwegs, um Algen zu fressen. Dementsprechend häufig sollte ihm auch Grünfutter geboten werden; ein mit Kalkrotalgen bedecktes, grünalgenarmes Steinkorallenbecken ist eher nicht die richtige Lösung für diesen schönen Fisch.
Algenreiche Fischbecken oder ein Becken mit Leder- und Weichkorallen sowie Krusten- und Scheibenanemonen scheint angemessener zu sein. Idealerweise wird ein gesunder Jungfisch eingewöhnt, dessen Zustand immer wieder beobachtet werden muss.
Ein heikler Fisch für sehr erfahrene Aquarianer.