In den heutigen Riffaquarien entwickelt sich der Ohrenschwamm oftmals zur Plage, da alles überwuchert wird, was als geeignetes Siedlungssubstrat erscheint. So wird weder vor der Aqurienscheibe halt gemacht, noch vor intakten Steinkorallen. Hat sich der Schwamm einmal zwischen die einzelnen Äste der kleinpolypigen Steinkorallen begeben, ist er hier nicht mehr zu entfernen.
Versuche, großflächige Bereiche des Ohrenschwamms abzureißen, sollen in einigen Fällen mit dem Totalverlust des Fischbesatzes geendet haben, da der Schwamm seine im Gewebe eingelagerten Blaualgen massenhaft ins Aquarium ergießt und diese wiederum das Aquarienwasser nachteilig beeinflussen.
Beobachtungen haben gezeigt, dass es verschiedentlich nach dem Stopp der Dosierung von Strontium, im Gewebe des Schwamms zur Lochbildung kam und ein Absterben die Folge war.
Wer den Schwamm gezielt pflegen möchte, achte auf eine zusätzliche Strontiumdosierung und viel Licht, da die im Gewebe eingelagerten Blaualgen den Schwamm mit den Produkten aus der Photosynthese versorgen. Vermehrt wird die Art dadurch, in dem einzelne Gewebebereiche abgeschnitten werden und in anderen Bereichen des Aquariums aufgebunden oder einfach zwischen die Dekoration geklemmt werden.
In der Natur findet sich der Schwamm in den flachen Riffzonen.