Orconectes limosus lässt sich mit
einer Endgröße von unter 12 cm sehr gut auch in kleineren Aquarien ab 80 l halten. Er
stammt ursprünglich aus Nordamerika wo er im Osten verbreitet ist.
Ende des 19. Jahrhunderts wurden einige Tiere nach Euro eingeführt. Durch seine Anpassungsfähigkeit hat sich der Kamberkrebs nun in fast ganz Europa verbreitet. Vor allem in Deutschland, Österreich, Polen und Frankreich wird er zunehmend zum Problem, da er die einheimischen Krebse verdrängt.
Das Aquarium für ein Pärchen sollte mit vielen Versteckmöglichkeiten ausgestattet sein.
Die Verstecke müssen, wie in fast jedem Krebsaquarium, gegen Einstürze gesichert sein, falls die Krebse diese untergraben.
An die Wasserwerte stellen diese Krebse keine großen Anforderungen,
wichtig ist sauerstoffreiches, sauberes Wasser, aber man kann sie in
hartem oder weichen Wasser gleichermaßen pflegen.
Die Einrichtung kann nicht aus Pflanzen bestehen, da diese früher oder später gefressen, mindestens aber abgeschnitten werden.
Ernährt
man die Krebse mit viel Gemüse werden robuste Pflanzen häufig nicht so stark beschädigt.
Die Nahrung sollte außerdem aus Frost- und Trockenfutter bestehen. Zusätzlich kann Gemüse und sogar Nudeln gereicht werden.
Die Zucht ist recht einach. Die Männchen haben am dritten Glied der dritten Schreitfüße einen Haken. Die Weibchen haben zwischen den ersten Gliedern der vierten und fünften Schreitfüße eine Tasche. Nach der Paarung tragen die
Weibchen 4-6 Wochen lang bis zu 600 Eier unter ihrem Schwanz. Nach dem
Schlüpfen werden die Larven noch ca. 2 Wochen vom Weibchen beschützt,
bis sie sie sich selbst überlässt.
Ein Pärchen dieser Krebstart kann sich durchaus 3-4-mal im Jahr vermehren.
Kleine flinke Fische und Garnelen
oder robuste Tiere
werden in der Regel in Frieden gelassen.
Auf keinen Fall darf man Orconectes mit australischen Krebsen
vergesellschaften. Nordamerikanische Krebse können einen Virus in sich
tragen, der bei ihnen jedoch nicht ausbricht. Australische Krebse
erkranken dagegen IMMER an diesem Virus und gehen jämmerlich ein.