Nach „Pseudochromis-Manier“ bereiten weder die Fütterung noch ektoparasitäre Befälle Probleme. Durch die Vielgestaltigkeit der Dekoration hat Manonichthys alleni die Möglichkeit, im Geflecht der Nischen, Spalten und Höhlen einen Lebensraum zu erschließen, der dem in der Natur ähnlich ist, sieht man einmal von der Nähe zu Schwämmen ab.
Provokante Verhaltensmuster der übrigen Aquarienbewohner nach dem Einsatz waren ebenso wenig zu beobachten, wie umgekehrt. Lediglich die beiden untereinander drohten sich an. Da aber der Größenunterschied ( 4 cm und 6 cm) bereits eine Dominanz festlegt, sind Positionskämpfe unterlassen worden. Auffallend ist der sehr versteckte Lebenswandel dieser Art.
Ob die beiden Manonichthys alleni unterschiedlichen Geschlechts waren, kann nicht mit letztendlicher Sicherheit beantwortet werden. Heute würde ich annehmen, dass nach meinen Beobachtungen, das kleinere Exemplar mit der fast schwarzen Körperfarbe das Weibchen war und das helle, größere Exemplar das Männchen präsentierte. Diese Annahme rührt daher, dass es oft vorkam, dass das Männchen einige Tage in der Wohnhöhle verschwand, was ich auf die Anwesenheit von Eiern zurückführen würde. Leider habe ich selbst nie ein Gelege gesehen, sodass meine Geschlechtszuordnung nicht zweifelsfrei zu belegen ist. Da Manonichthys alleni aber wohl auch ein protogyner Hermaphrodit ist, wäre diese Annahme ein weiterer Hinweis darauf, dass das kleinere, fast schwarz gefärbte Exemplar das Weibchen war.
Noch einige Informationen zur Identifizierung
Es hätte sich, wie anfangs vermutet, auch um eine Farbvariante von Pseudochromis polynemus handeln können. Um zweifelsfrei zu erfahren, um welche Art es sich denn nun wirklich handelt, wurde die Abbildung zu Dr. Anthony Gill gesandt. Seine Identifizierung war: Manonichthys alleni
Literatur:
Gill, A. C. (2004): Revision of the Indo-Pacific Dottyback Fish Subfamily Pseudochrominae (Perciformes: Pseudochromidae) Smithania, South Africa, 230 S.